der Raum vor Ort, 1996, Raumarbeit

 

der Ort:
Die Galerie Kunstpunkt Darmstadt befindet sich im Hochparterre eines Wohnhauses in einem 20qm großen, quadratischen Ladenraum – einem ehemaligen Kolonialwarenladen. Das Schaufenster reicht im Raum selbst bis zum Boden. Der Eingang führt ins Treppenhaus.
Ich entfernte den Teppichboden und die Bodenverlegeplatten, versetzte die eingebaute Wand (die eine Tür verdecken sollte)
um 40cm von der gemauerten Wand weg, gerade so weit, dass man dazwischen schauen, aber nicht reingehen konnte. Parallel
zu den ausgeschalteten Galeriestrahler legte ich eine Reihe Leuchtstoffröhren als Lichtquelle (ebenfalls um 40cm zum
Fenster hin) und verschloss das Schaufenster von außen mit Dachlatten. Von der Straße her war es nicht mehr möglich in
den Raum einzusehen.
Auf dem Fließenboden zeigten sich Fußspuren hin zu den Abdrücken einer Verkaufstheke des Kolonialwarenladens.
Hinter der verschobenen Wand war nun die Tür zu sehen. Der Raum wurde gleichmäßig ausgeleuchtet.Alle Elemente dieser Galerie wurden funktionslos.

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